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Von der Idee zum Produkt zum Anfassen

Prototypen sind der Stützpfeiler einer jeden neuen Produktentwicklung. Kaum ein Projekt, insbesondere solche mit mechanischen Bauteilen, kommt ohne einen vorherigen Prototypenbau aus, schließlich lässt sich nur so feststellen ob ein angedachtes Prinzip am Ende tatsächlich funktioniert, ob die erstellten CAD-Zeichnungen genau genug konstruiert wurden, und natürlich auch, ob das Bauteil auch optisch den Vorstellungen entspricht. Etwas ohne Prototypen zu erstellen wäre fatal – aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich und viele andere das Thema des Prototyping (Prototypenbau) so interessant finden. In erster Linie ist es doch die Faszination zu sehen, wie aus der eigenen technischen Zeichnung ein reales und dreidimensionales Produkt zum Anfassen wird, und somit Leben eingehaucht bekommt.

3-D Prototyping für Jedermann

Das Tolle an der Entwicklung im Prototypenbau ist, dass es inzwischen erschwingliche Methoden gibt die sich jeder Leisten kann – das sogenannte Schicht-für-Schicht-System (Rapid-Prototyping System) ist den in letzter Zeit immer mehr publik werdenden handelsüblichen 3D-Druckern ähnlich, wenngleich natürlich noch etwas professioneller. So lassen sich Bauteile bis maximal 254 x 254 x 305 mm aus Thermoplast (ABSplus = Acrylnitril-Butadien-Styrol) erstellen, und das nicht nur für Prototypen die später in Serie gehen sollen, sondern bspw. auch für den privaten Modellbau. Diese Methode wird unter anderem vom Unternehmen t-c-w.de trade center unter http://www.3d-prototyp24.de angeboten. Dort finden sich auch technische Informationen zum Verfahren, dem Material und dem finalen Produkt. Besonders das Bildmaterial finde ich hier sehr ansprechend, das es eindrucksvoll zeigt wie exakt so ein Prototyp am Ende dem Ausgangsmaterial entspricht.

Prototypen mittels ABSplus – so geht´s

Wie auch schon beim 2D-Druck ist ein perfektes Ausgangsformat (STL) wichtig. Das bedarf etwas Übung. Der fertige Prototyp ist dafür aber maschinell bearbeitbar – ein, wie ich finde, wichtiger Aspekt. So lassen sich die Prototypen nachträglich schleifen und bohren, und ggfl. noch einmal mit einem 3D-Scanner für einen erneuten Prototypenbau einlesen, um Feinheiten zu optimieren. Leider gibt es Preise nur auf Anfrage, aber die dürfte sich lohnen.